2016 EICHSTÄTT: Mit Maria auf dem Weg – offen für Gottes Wort

4500 Pilger aus allen bayerischen (Erz-)Bistümern waren am 7. Mai zur zentralen Wallfahrt der bayerischen (Erz-)Diözesen zur Patrona Bavariae nach Eichstätt angereist. Bei strahlendem Wetter fanden sie sich auf dem Residenzplatz zum Pontifikalgottesdienst ein. Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke begrüßte alle bayerischen (Erz-)Bischöfe und Weihbischöfe sowie Erzbischof Simon Ntamwana aus Gitega in Burundi und Bischof Valerian D’Souza aus Poona in Indien. Auch der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian nahm als Gast am Gottesdienst teil. Unter den Ehrengästen war Herzog Franz von Bayern, der dem Haus Wittelsbach vorsteht.

Hauptzelebrant und Prediger war der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx. Christen müssten immer wieder „Ausschau halten, ob wir noch in der Linie der Barmherzigkeit sind“, betonte Marx in seiner Predigt. Gott habe die Welt aus Liebe geschaffen und spreche zu den Menschen aus Barmherzigkeit.  Gott sei „kein Katechismus, den wir auswendig lernen“, sagte Kardinal Marx. Der Katechismus sei zwar wichtig, „damit wir nicht vergessen, woher wir kommen“, doch entscheidend sei, ob Jesus durch die Christen wirken könne, und ob das Wort durch sie hindurch wieder Fleisch werde. Marx forderte alle Pilger dazu auf, Raum im eigenen Herzen dafür zu schaffen, dass Jesus durch sie wirken könne und ergänzte: „Nicht die Kirche ist das Ziel, sondern die Kirche ist das Werkzeug, dass Menschen aufleben und froh werden.“

Nach der Eucharistiefeier lud Bischof Gregor Maria Hanke dazu ein, sich der Weihe des Bistums Eichstätt und Bayerns an die Gottesmutter anzuschließen.

Rechts Fotos von der Wallfahrt nach Eichstätt am 7. Mai 2016. Die Bilder zeigen:

Pilger, die auf dem Weg zum Residenzplatz Station machen. Foto: Robert Kiderle
Herzog Franz von Bayern begrüßt vor dem Gottesdienst andere Katholiken. Foto: Gabriele Riffert
Der Residenzplatz war mit 4.500 Pilgerinnen und Pilgern voll besetzt. Foto: Geraldo Hoffmann pde


2015 AUGSBURG: Mit Maria auf dem Weg – ein Ja, das befreit

Das Pilgerziel des Jahres 2015 hatte sich bestens vorbereitet und bot ein vielseitiges Rahmenprogramm, nicht nur für Kinder und Familien. Die „Wallfahrt zur Knotenlöserin“ führte in die Kirche St. Peter im Perlach, direkt gegenüber dem Rathaus gelegen. In diesem Gotteshaus befindet sich die Darstellung Mariens, wie sie Knoten in einem Band löst. Viele Pilger kommen hierher, um auch die „Knoten“ in ihrem Leben Maria anzuvertrauen.

Zusammen mit vielen Tagesgästen waren nach Angaben der Einsatzleitung am Ende auf dem Rathausplatz über 4.000 Gläubige gekommen. Sie zogen nach dem Pontifikalgottesdienst im Augsburger Mariendom – der auch ins Freie übertragen wurde - in einer langen Prozession zum Rathausplatz.

Kardinal Marx betonte in seiner Predigt, dass die Menschen oft verkrampft in eine falsche Richtung unterwegs seien: Voller Misstrauen und Angst verhärteten sie sich und erkrankten daran. Maria habe immer auf Christus hingewiesen und wollte uns damit zeigen, „dass wir freie Menschen werden, wenn wir uns ihm anschließen. Meine persönliche Heilsgeschichte hängt davon ab, dass ich Ja sage zu Christus.“ Die Liebe, die den Menschen durch Christus geschenkt werde, führe in die Freiheit und löse die Verknotungen. Bereits jetzt gebe es die neue Welt der Freiheit und der Liebe, die Jesus Christus aufgezeigt habe: „Dass wir keine Angst haben dürfen vor der Zukunft: Das ist das Programm der Knotenlöserin“, betonte Kardinal Marx.

Zum Abschluss des Wallfahrtstages nahm Bischof Konrad Zdarsa vor dem Bild der „Maria Knotenlöserin“ die Weihe des Bistums Augsburg und Bayerns an die Gottesmutter vor.

Rechts einige BIlder von der Wallfahrt nach Augsburg. Sie zeigen:
Oben: Der Dom war bereits lange vor dem Gottesdienst voll besetzt. Foto: Gabriele Riffert
Mitte: Kardinal Reinhard Marx bei seiner Predigt. Foto: Gabriele Riffert
Unten: Die bayerischen Bischöfe bei der Marienweihe. Foto: Robert Kiderle.

Abschließend: Ein Video von katholisch 1 TV über diesen Tag.


2014 RETZBACH / DIÖZESE WÜRZBURG: Mit Maria unterwegs – einmütig im Gebet

Rund 6000 Pilger kamen am Samstag, 17. Mai 2014, bei gutem Wetter nach Retzbach am Main (Bistum Würzburg) zur zentralen Wallfahrt der bayerischen (Erz-)Bistümer „Patrona Bavariae“. Gemeinsam mit 15 Bischöfen und dem Würzburger Domkapitel erlebten sie eine frohe und zugleich andächtige Feier des gemeinsamen Glaubens. Die Pilger waren sternförmig nach Retzbach angereist: Die meisten per Bus aus der Region sowie aus den bayerischen Diözesen.

Kardinal Reinhard Marx hielt als Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz die Predigt und erläuterte in ihr das Motto der diesjährigen Wallfahrt „Mit Maria unterwegs – einmütig im Gebet“: In Retzbach wiederhole sich die österliche Szene vom einmütigen Gebet der Jünger und der Frauen mit Maria um den Heiligen Geist im Abendmahlssaal. Heute beteten die Bischöfe einmütig mit dem Volk Gottes und Maria. Sicher hätten schon damals die Jünger mit den Frauen und Maria das Vater Unser gebetet, das ihnen Jesus nahegelegt hatte. Es sei das wichtigste Gebet der Christenheit, weil es die zentralen Bitten der Menschen zusammenfasse.

Die Pilger rief Kardinal Marx dazu auf, den Himmel mit ihren Gebeten zu bestürmen, „nicht indem wir an unsere eigenen Interessen denken, auch nicht an die Kirche denken, sondern zentral und vor allem an das Reich Gottes. Kirche ist ein Werkzeug dafür, aber sie ist nicht das Ziel der Geschichte.“ Die Liebe Gottes müsse in der ganzen Welt erfahrbar werden: nicht nur in der Kirche, sondern auch in Wirtschaft, Politik und Kultur.

Nach dem Wallfahrtsgottesdienst zogen die bayerischen Bischöfe in die Wallfahrtskirche. Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann vertraute die Diözese der Fürsprache Mariens an: „Dich, o Mutter Maria, erwählen wir heute aufs Neue als unsere Schutzfrau und Schirmherrin.“

Rechts einige Fotos von diesem Pilgertag:
Oben: Die bayerische Bischöfe während des Gottesdienstes. Foto: Ribert Kiderle
Mitte: Das gesamte Gelände um die Retzbacher Wallfahrtskirche war voll besetzt: Foto: Robert Kiderle
Unten: Die Menschen hatten zum Teil weite Strecken pilgernd zurückgelegt. Foto: Robert Kiderle


2013 BOGENBERG/DIÖZESE REGENSBURG: Mit Maria auf dem Weg – voll Hoffnung leben

Am Nachmittag des 1. Mai 2013 kamen mehr als 8000 Pilger aus ganz Bayern auf den Bogenberg. Die meisten von ihnen gingen gemeinsam in einer langen Reihe den gewundenen Weg vom Ort Bogen herauf. Der Aufstieg auf den Berg mit der regional bekannten Wallfahrtskirche an der malerischen Donauschleife dauert eine gute halbe Stunde.

Auf dem Bogenberg wird seit dem 13. Jahrhundert ein Abbild Mariens in der guten Hoffnung – also einer schwangeren Maria – verehrt. Deshalb lautet das Motto für die diesjährige zentrale Pilgerfahrt „Mit Maria voll Hoffnung leben“. Die Wallfahrtskirche wäre viel zu klein gewesen, alle Pilger aufzunehmen. Deshalb wurde der Gottesdienst auf einer großen Wiese mit geschmücktem Altar, Induktionsschleifen und einem Gebärdendolmetscher gefeiert. Um 16 Uhr eröffnete Bischof Rudolf Voderholzer den Pontifikalgottesdienst. „Wir sind gekommen, uns von der Gottesmutter an der Hand nehmen zu lassen und durch sie Hoffnung zu erhalten“, sagte Bischof Rudolf den Anwesenden. Die Darstellung einer schwangeren Maria sei etwas ganz Besonderes, betonte er eingangs. Kardinal Reinhard Marx erklärte in der Predigt, dass die Kirche Zeugin der Hoffnung sei. Ihre besondere Aufgabe sei es, auf das Leben zu schauen: „Die Kirche wird immer Hüterin der Ehe sein müssen, denn sie ist der Ort, wo das Leben entsteht.“

Nach der Eucharistiefeier lud Bischof Rudolf Voderholzer dazu ein, dass die Gottesdienstteilnehmer ihm zur Wallfahrtskirche folgen. Dort vertraute er in Anwesenheit aller seiner bischöflichen Mitbrüder die Diözese Regensburg Maria an.

Rechts finden Sie einige Fotos von der Wallfahrt auf den Bogenberg. Sie zeigen von oben nach unten:
Oben: Mehrere Tausend Mitfeiernde waren zum Gottesdienst auf den Bogenberg gekommen. Foto: Gabriele Riffert
Mitte: Der Altar auf der Festwiese mit einem Bild der Madonna vom Bogenberg. Foto: Gabriele Riffert
Unten: Die Bischöfe bei der Marienweihe in der Kapelle auf dem Bogenberg. Foto: Robert Kiderle


2012 VIERZEHNHEILIGEN/ERZDIÖZESE BAMBERG: Mit Maria dem Himmel entgegen

Am 1. Mai 2012 kamen über 1500 Gläubige aus den sieben bayerischen Bistümern nach Vierzehnheiligen gepilgert. Gemeinsam mit allen Diözesanbischöfen feierten sie ein feierliches Pontifikalamt in der Wallfahrtsbasilika. In Anlehnung an das 1000-jährige Domjubiläum, das in Bamberg gefeiert wurde, lautete das Motto „Mit Maria dem Himmel entgegen“.

Kardinal Reinhard Marx betonte in seiner Predigt, die marianische Frömmigkeit sei keine „katholische Sonderwelt, die man mit Freude und Staunen betrachtet.“ Die marianische Frömmigkeit sei der Schlüssel katholischen Glaubens. Maria habe es möglich gemacht, dass das „Wort Fleisch geworden ist“. Der katholische Glaube sei ohne dieses Geheimnis nicht zu verstehen. Kardinal Marx warnte zudem davor, Jesus von der Kirche zu trennen. Der Glaube sei nicht dazu da, zu fragen, was bringe dieser politisch oder moralisch. Das Zentrum katholischen Lebens sei die Eucharistiefeier. „Ohne Eucharistiefeier keine Kirche, kein Glaube, keine Hoffnung.“

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick erinnerte zuvor in einer Statio daran, dass „Maria die Mittlerin sei, um mit Christus zusammen zu finden.“ Das Zweite Vatikanische Konzil betone ebenfalls die Marienverehrung. „Durch Maria kommen wir zu Christus – dem Himmel entgegen“, sagte der Bamberger Oberhirte. Nach dem Wallfahrtsgottesdienst vertraute er die Erzdiözese der Fürsprache Mariens an.

Rechts sehen Sie einige Bilder von der Wallfahrt nach Vierzehnheiligen. Sie zeigen von oben nach unten:
Oben: Auf dem Weg zur Basilika. Foto: Markus Johannes Nietert
Mitte: Der Gottesdienst fand in der Wallfahrtsbasilika statt. Foto: Markus Johannes Nietert
Unten: Die bayerischen Bischöfe. Foto: Markus Johannes Nietert


2011 ALTÖTTING/DIÖZESE PASSAU: Mit Maria auf dem Weg – Start der sieben Wallfahrtetappen

Über 10 000 Wallfahrer kamen am 7. Mai 2011 nach Altötting, davon über 7000 Personen zu Fuß. Zum Teil waren die Pilger drei Tage unterwegs. Empfangen wurden sie von Bischöfen aus allen bayerischen Bistümern. Diese waren in das „Herz Bayerns“ gekommen, um die Serie der insgesamt sieben Wallfahrtsetappen durch alle bayerischen (Erz-)Diözesen zu beginnen. Bis 2017 wollen die Oberhirten alle Bistümer unter den besonderen Schutz der Gottesmutter Maria, der „Patrona Bavariae“, stellen.

Für die Diözese Passau erneuerte Bischof Wilhelm Schraml die Weihe an Maria. Damit erhielt die Wallfahrt der Diözesanjugend einen besonderen Akzent. Bischof Schraml betonte bei der Begrüßung: „In schwierigen Situationen gingen Christen immer zu Maria; und sie gingen nicht vergeblich. Mit diesem Vertrauen sind wir auch heute zu Maria gekommen“.

Rechts sind einige Fotos von diesem beeindruckenden Tag zu sehen, die vom Sankt Michaelsbund stammen:
Oben: Bischof Wilhelm Schraml applaudiert beim Einzug der Pilger auf den Kapellplatz.
Mitte: Der Kapellplatz war mit rund 10.000 Pilgerinnen und Pilgern voll besetzt.
Unten: Unter den Pilgern waren auch viele Familien und junge Leute.

Unten: Das Video des Sankt Michaelsbundes gibt einen guten Eindruck über den Verlauf des Tages.